Interviews und Zitate von Alicia Keys

 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Es gibt wenige Musikkünstler, die wirklich was zu sagen haben. Alicia redet nicht nur von ihrer Musik. Sie hat definitiv mehr zu sagen; über sich und die Welt und das was sie sagt, ist sehr gut. Daher hier einige Zitate von Alicia Keys.
 

Interviews & Zitate
 

Zitate


Es gibt wenige Musikkünstler, die wirklich was zu sagen haben. Alicia redet nicht nur von ihrer Musik. Sie hat definitiv mehr zu sagen; über sich und die Welt und das was sie sagt, ist sehr gut. Daher hier einige Zitate von Alicia Keys.

 

"für mich gibt es keinen unterschied zwischen Klassik, HipHop und R'n'B, nur zwischen guter und schlechter Musik. Gute Musik erkennst du daran, dass sie dich berührt, tief in deine Seele eindringt."

 "Du siegst, wenn du mit dem Herzen schreibst!"
Vielen Dank Steffi für die Einsendung dieser 2 Zitate.


“Die Welt braucht richtige Songs, nicht nur dieses fürchterliche Plastikzeug.”

“Dass die körperliche Erscheinung in der heutigen Gesellschaft so viel zählt, macht mich krank, erst recht angesichts dessen, was sonst auf der Welt passiert.“

“Ich wurde erzogen, mein Ding durchzuziehen, das zu tun, woran ich glaube - und nicht das, was andere von mir erwarten oder mir vorschreiben.“

“Ich habe schon früh Dinge erlebt, die mich reifer gemacht haben. Dinge, die in jeder großen Stadt passieren, z. B. Gewalt oder Rassismus. Ich habe mir meine Probleme von der Seele geschrieben. Das ist bis heute so geblieben.“

“Manchmal wünsche ich, ich könnte mich unsichtbar machen. Dafür habe ich dann einen riesigen Hut.“

“Ich mag es, klassische Songs zu präsentieren, Songs, die die Leute kennen, aber mit einem neuen Beat oder Gitarrenklängen, die sie wirklich verrückt machen. So wird eine bekannte Melodie richtig cool.”

“Jeder Mensch hat in seinem Leben eine Reise vor sich und niemand weiß, wohin sie führen wird. Meine Reise hat gerade begonnen. Und ich hoffe, dass jeder in ein, zwei Jahren meinen Namen und meine Musik kennt. Ich möchte die Nummer Eins werden. Und das nicht nur in Amerika, sondern weltweit.”

Wenn Menschen zu mir sagen: “Es tut mir leid, ich habe Deine Show verpasst”. Dann sage ich ihnen: „Mach Dir nichts draus, ich plane es für die nächsten 50, 60 Jahre zu tun!“.

Zu ihre Entscheidung für die Musik: “Es gab keinen anderen Weg für mich. Ich wußte, daß dies mein Weg war. Ich mußte ihm folgen.“

«Ich habe keine Spielchen gespielt»

01. Dez 2003 aus der Netztzeitung

Alicia Keys 'The Diary Of Alicia Keys'

Alicia Keys, Wunderfrau am Klavier, hat ihr zweites Album herausgebracht. Mit der Netzeitung sprach sie über kurze Röcke, künstlerische Abhängigkeit und Durchhaltevermögen.

Die 22-jährige Alicia Keys wurde mit einem Album zum Weltstar. Vor zwei Jahren veröffentlichte sie ihr Debüt «Song In A Minor», das sich inzwischen mehr als zehn Millionen Mal verkauft hat und ihr fünf Grammys einbrachte. Am 1. Dezember erscheint der Nachfolger, «The Diary Of Alicia Keys», ihr musikalisches Tagebuch. Mit allen Seiten ihrer Seele.

Netzeitung: Frau Keys, von Ihrem neuen Album war vorab nicht viel zu hören. Was erwartet Ihre Fans?

Alicia Keys: Das Album heißt «The Diary Of Alicia Keys», und genauso ist es auch. Jeden Tag zu schreiben, ist für mich sehr wichtig. Es hilft mir, mich selbst besser zu verstehen. Das Album enthält also meine echten Gefühle. Sachen, die mir tatsächlich passiert sind, Sachen, die ich durchgemacht habe, Dinge, die mir zu Herzen gegangen sind, die mir wehgetan oder die mich glücklich gemacht haben.

Netzeitung: Das hört sich nach einer sehr persönlichen Angelegenheit an…

Keys: Richtig. Es wirkt eben auch wie ein Tagebuch. Menschen haben viele Facetten. Man hat eine etwas schüchterne, verletzliche Seite, aber auch eine starke und wütende. Und das ist genau das, was man auf dem neuen Album zu hören bekommt – viele verschiedene Facetten, die mich ausmachen.

Netzeitung: Sie haben die künstlerische Freiheit, Songs von ganz verschiedenen Ecken des Spektrums her aufzuziehen...

Keys: Es wäre als Künstler doch extrem langweilig, die ganze Zeit die gleichen Sachen zu machen. Ich fordere mich selbst gerne heraus und mache auch gerne Sachen, die nicht nur angenehm sind. Von denen ich nicht im voraus weiß, wie es sich entwickeln wird. Das liebe ich so an der Musik.

Netzeitung: Viele Künstler werden in alle möglichen Richtungen gedrängt, nur um Platten zu verkaufen. Wie kommt es, dass sie machen können, wonach ihnen gerade ist?

Keys: Ich befinde mich in der Mitte eines großartigen Teams. Diese Leute unterstützen mich dabei, Grenzen zu überschreiten. Das schätze ich sehr. Ich möchte nichts tun, was nach einem einfachen Ausweg klingt. Und ehrlich gesagt glaube ich, das will auch sonst niemand. Ich kann mich glücklich schätzen, dass die Leute mich sehen wollen – und hören wollen, was ich zu sagen habe. Und es muss eben nicht zwangsweise das radiofreundlichste Zeug der Welt sein, damit die Leute es verstehen und lieben können.

Netzeitung: Hatten Sie bei Ihrem Debüt ein Ziel vor Augen?

Keys: Schon da ging es nur um mich, um meinen Kern, meine Essenz. Und hoffentlich haben die Leute sich damals in MICH verliebt - in mich, so wie ich bin. Ich habe keine Spielchen gespielt oder so getan, als wäre ich jemand ganz anderes. Das müsste ich ja sonst auch den Rest meiner Karriere durchhalten. Deshalb habe ich wohl das Glück, Neues schaffen zu können, Dinge auszuprobieren, die ein bisschen anders sind.

Netzeitung: Nach dem 11. September haben Sie sich auf dem Cover des «Rolling Stone» in einem zerrissenen New-York-T-Shirt gezeigt. Im dazugehörigen Interview schienen sie sich Ihrer Gefühle für Ihre Heimatstadt und auch für Amerika nicht so sicher zu sein. Hat sich das geändert, nachdem sie zwei Jahre «außer Haus» waren?

Keys: Es hat meinen Horizont erweitert. Um ehrlich zu sein, ich hatte schon früher so meine Zweifel über die Art und Weise, wie in Amerika mit bestimmten Dingen umgegangen wird. Oder wie Ereignisse erklärt werden, ohne dass etwas davon wirklich bewiesen werden kann. Diese Erklärungen klingen ganz komisch. Man hat immer den Eindruck, dass das nicht die reine Wahrheit ist.

Netzeitung: Singen Sie auch darüber?

Keys: Es gibt einen Song, in dem ich klar mache, was ich vom momentanen Zustand der Welt in politischer Hinsicht halte. Ich versuche, den Schmerz fühlbar zu machen. Es ist wie ein ständiger Kampf. Ich habe das metaphorisch ausgedrückt. Wenn man nicht wirklich zuhören will, könnte man auch denken, dass ich über Liebe rede. In Wirklichkeit geht der Song aber viel tiefer.

Netzeitung: Welches Lied ist es?

Keys: Das muss jeder für sich selbst rausfinden. Wenn man ihn hört, weiß man es sofort.

Netzeitung: Ihr Debütalbum hat sich zehn Millionen Mal verkauft. Die Monate danach müssen Ihnen wie eine Achterbahnfahrt vorgekommen sein...

Keys: Wie eine richtig flotte Achterbahnfahrt. Alles ging sehr schnell – und die Stunden waren gleichzeitig sehr lang. [lacht]. Es waren sehr viele Lektionen, die ich in sehr kurzer Zeit gelernt habe. Deswegen fühle ich mich jetzt so viel stärker, weil ich die Chance hatte, eine ganze Menge Fehler zu machen, Sachen zu versauen und gar nicht zu wissen, was als Nächstes passiert. Ich bin jetzt selbstbewusster, verstehe besser, was wie funktioniert und wie ich damit klarkommen kann.

Netzeitung: Hatte das Auswirkungen auf Ihr privates Umfeld?

Keys: Das ist wirklich so ziemlich dasselbe geblieben. Die Leute, die um mich sind, sind Menschen, die mich lieben. Und sie werden bei mir sein, egal, ob ich dieses Interview mit Ihnen mache oder nicht. Wenn ich bei McDonald's arbeiten würde, wären sie immer noch da. Dafür bin ich sehr dankbar, weil ich sehe, wie einfach es ist, in dieser Welt verloren zu gehen. Im Vergleich dazu, was wirklich wichtig ist und was nicht, verlieren viele Sachen plötzlich jeden Bezug zur Realität.

Netzeitung: Die Band The Strokes hat sich vor kurzem beschwert, dass vieles bis zur Unerträglichkeit aufgeblasen und übertrieben werde. Sie scheinen das eher entspannt zu sehen.

Keys: Ich mache mir einfach keine Sorgen darüber, was die Leute von mir denken. Die wichtigste Frage für mich ist, wie gut ich nachts schlafen kann. Ich muss mit mir selbst klarkommen – alle anderen nicht. Meine eigene Wertschätzung zu erhalten, ist mir wichtig. Und das, denke ich, bedeutet anderen auch etwas. In unserer Welt ist alles vom Marketing bestimmt, alles ist immer so ausgeklügelt. Jeder will dich dazu bringen, etwas zu kaufen oder zu verkaufen. Ahh! Das nimmt fast Dimensionen eines richtigen Overkills an. Ich möchte niemals so ein Künstler sein, der eigentlich nur eine Marketingstrategie ist. Das finde ich widerlich, ich hasse das!

Netzeitung: Es gibt viele Künstlerinnen Ihres Alters, die ihre Alben damit verkaufen, sich mehr oder weniger auszuziehen. Vielleicht wären für Sie mit dieser Masche auch noch ein bis zwei Millionen Platten mehr drin.

Keys: Dafür sehe ich bei mir keine Notwendigkeit. Ich fühle mich damit nicht wohl. Und ich muss mich doch wohlfühlen, wenn ich spiele. Das Letzte was ich will ist, während ich einen Song spiele und mir das Herz heraussinge, Angst haben zu müssen, dass mir etwas aus dem Oberteil rutscht! [lacht] Wer will sich mit so etwas rumschlagen? Die Leute fragen mich ständig, warum ich keine Röcke oder Kleider trage. Dabei ist der Grund dafür sehr einfach: Ich spiele Klavier. Und dabei will ich nicht darüber nachdenken, ob jemand vielleicht mein Höschen sehen kann. Ich will mich wohlfühlen, ich will singen und die Stimmung des Songs fühlen können, den ich geschrieben habe. Die Musik soll für sich selbst sprechen.

Netzeitung: Was bedeutet es für Sie, wenn das neue Album nicht so erfolgreich wird wie das erste?

Keys: Ich bin jetzt schon ein Gewinner – und das werde ich für den Rest meines Lebens bleiben. Mich bekommt man nicht weg. [lacht] Zahlen, Statistiken – die kommen und gehen. Bedeutend ist das Vermächtnis einer Person. Was sie zurücklässt. Und wenn du etwas von ihr hörst, wenn du mit ihr redest, dann fühlst Du etwas. Mir ist es wichtiger, etwas zu schaffen, zurückzulassen, diese Integrität zu haben. Wenn die Leute sagen: Was sie macht, das ist etwas Echtes und wird auch immer so bleiben, ist das für mich viel wichtiger, als alle Nummer-Eins-Platten auf dem Planeten.

Netzeitung: Sie wären also zufrieden, für den Rest ihres Lebens Platten zu machen, die wie manche Alben von Stevie Wonder zwar sehr gut sind, aber sich nicht unbedingt gut verkaufen?

Keys: [lacht] Ja.

Netzeitung: Was wird denn in nächster Zeit passieren?

Keys: Es wird verrückt werden. Die neue Musik wird alles auf ein neues Level heben. Ich werde ganz sicher auf Tour gehen. Januar, Februar wird es losgehen. Und ich freu mich darauf, ich liebe es, auf Tour zu sein. Wie gesagt: Mich werdet Ihr nicht los!

Mit Alicia Keys sprachen Gunnar Mergner und Matthias Würfl von der Netzzeitung.

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fanwork (AT) alicia - keys . de

Natalie Imbruglia

 


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